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Ein Stapel Tageszeitungen

Waldbrandvorsorge

Am Donnerstag den 10. März 2022 kamen Vertreter der Feuerwehren der Gemeinde Budenheim, der Städte Mainz und Ingelheim, sowie des Forstamt Rheinhessen, dem Zweckverband Lennebergwald und der Zentralstelle der Forstverwaltung zu einem gemeinsamen Treffen zusammen. Wie die letzten Jahre, galt es auch diesmal, sich gemeinsam auf mögliche Brandgefahren und -szenarien im Lennebergwald vorzubereiten.

Wieso solch ein Treffen bereits im März?

Es gibt zwei Perioden im Jahr mit erhöhter Vegetationsbrandgefahr. Bereits von März bis April, ggf. Mai gibt es eine Phase mit erhöhter Gefahr für Vegetationsbrände. In dieser Jahreszeit ist die Bodenvegetation meist von trockenen und abgestorbenen Pflanzenresten geprägt. Wenn zudem die Bodenfeuchte unter 20 Prozent sinkt und eine abnehmende Luftfeuchtigkeit von weniger als 50 Prozent vorherrscht, sind dies gute Bedingungen für einen Brand. Überdies bietet sich der Zeitpunkt an, um über das vergangene Jahr mit Änderungen des Vegetationszustandes, Wetterzustände und Gefahrenereignisse zu sprechen.

Die Hochsommerphase ist die zweite Periode, hierbei sind vor allem extreme Trockenheit kombiniert mit langen Hitzephasen treibende Brandfaktoren.

Welche Präventivmaßnahmen können getroffen werden?

Hierbei ist anzustreben, Brände erst gar nicht entstehen zu lassen. Als Hauptbrandursache „Mensch“ gilt es also alle Gäste des Waldes, egal ob zu Fuß, per Zweirad oder mit dem Auto, auf den Umgang mit direkten oder indirekten Zündquellen aufmerksam zu machen. Dabei können glimmende Zigarettenstummel, Lagerfeuer oder Grillglut zu großen Bränden führen. HINWEIS: Rauchen, Grillen und Lagerfeuer machen ist im Wald ganzjährig verboten! Wer mit dem Auto auf der Landstraße/ Autobahn durch den Wald fährt, ist umgeben von Wald- und Vegetationsstrukturen und sollte sehr sorgsam mit möglichen Zündquellen wie der Zigarette oder sehr heißen Teilen seines Autos (Katalysator, Auspuff) umgehen. Hinweisschilder vom Landesbetrieb Landesforsten an den Zugangswegen des Waldes informieren über das Verhalten und Verbote im Wald.

Leider kommt es trotz der zahlreichen präventiven Maßnahmen immer wieder zu Bränden im Wald, daher haben die Feuerwehren in Zusammenarbeit mit dem Forstamt und den zuständigen Wasserversorgern eine gemeinsame Waldkarte erstellt. In der Karte sind befahrbare Wege, besonders brandgefährdete Bereiche, sowie Löschwasserhydranten und -Zisternen markiert. Somit können die Feuerwehren im Einsatzfall direkt die passenden Maßnahmen ergreifen und nachrückende Kräfte schnell und sicher zu den Einsatzstellen navigieren lassen. Neben einer vielfältigen Pflanzen- und Tierwelt gibt es im Wald außerdem noch die ein oder andere Bebauung mit Anwohnern, die es bei Bränden zu schützen/ evakuieren gilt, auch dazu gibt es eine einheitliche Karte aller Gebietskörperschaften für ein schnelles und gezieltes Handeln im Einsatzfall.

Neben der Waldkarte wurde auch ein Alarm- und Einsatzplan erarbeitet und fortlaufend aktualisiert, in dem je nach Art und Größe der nötigen Gefahrenabwehr, die zu treffenden Maßnahmen festgehalten sind.

Zu Guter Letzt bleibt neben der angesprochenen organisatorischen Vorbereitung nur noch die praktische Übung, um für den Ernstfall einsatzbereit zu sein. Dazu ist eine Gemeinschaftsübung der Feuerwehren Budenheim, Mainz und Ingelheim und dem Forstamt in Planung.

Wie kann ich persönlich das Risiko für Waldbrände verringern?

Indem ihr keine glimmenden Zigaretten in die Natur werft und weder Feuer macht, noch grillt oder raucht im Waldgebiet. Ebenso hilfreich ist es, aufmerksam zu sein und mögliche Brandgefahren selbst zu beseitigen oder zu melden. Die Beteiligung an Müllsammelaktionen hilft ebenfalls, die Natur zu schützen und Brandrisiken zu verringern. Wer das Thema Brandbekämpfung intensiver erleben will, kann sich bei seiner freiwilligen Feuerwehr melden. Nachwuchs wird dort immer gerne gesehen.

Aufgrund der getroffenen Absprachen und Ausarbeitungen, sehen sich die Feuerwehren und das Forstamt gut vorbereitet für mögliche Brände und wollen die Zusammenarbeit weiter intensivieren.