Sprungmarke zur Navigation Sprungmarke zur Sitemap Sprungmarke zum Inhalt

Ein Stapel Tageszeitungen

KlimaDialog Ingelheim – Projektideen mit Strahlkraft für eine nachhaltige Mobilität

Am 30. Januar fand im Weiterbildungszentrum Ingelheim (WBZ) der KlimaDialog der Stadt Ingelheim zum Thema nachhaltige Mobilität statt. Da der Verkehr in Ingelheim eine wesentliche CO2-Emissionsquelle darstellt, ist es dringend notwendig Leuchtturm-Projekte zu entwickeln, die zu einer deutlichen CO2-Reduktion führen und zugleich von vielen Akteuren mitgetragen werden. 40 Ingelheimer Bürgerinnen und Bürger, Vertreter aus klimaaktiven Gruppierungen und Kommunalpolitiker sind der Einladung der Umweltdezernentin Dr. Christiane Döll und den Klimaschutzmanagern gefolgt und haben ihre Projektideen eingebracht. 

Rund 42 Prozent der städtischen CO2-Emissionen sind nach einer Studie der Transferstelle Bingen (TSB) allein auf den Verkehr zurückzuführen. Obwohl in den letzten Jahren in Ingelheim zahlreiche Projekte und Maßnahmen im Bereich nachhaltige Mobilität angestoßen und erfolgreich umgesetzt wurden, konnte CO2-bilanziell seit 2010 keine Veränderung festgestellt werden. „Wir suchen Projektideen mit einer großen Strahlkraft, die eine hohe CO2-Reduktion haben und gesamtgesellschaftlich wirken“, so Dr. Christiane Döll zu der Zielsetzung der Veranstaltung. 

Der KlimaDialog startete mit einem Impulsvortrag von Prof. Dr. Oliver Türk, Geschäftsführer der TSB, zum Thema „Nachhaltige Mobilität – eine dringende Herausforderung“. In seinem Vortrag zeigte er dem Plenum die Grenzen des Wachstums und die damit einhergehenden Herausforderungen aber auch die Möglichkeiten einer nachhaltigen Mobilität auf, die er an positiven Praxisbeispielen aus Norwegen erläuterte. Die Teilnehmer hatten dann die Chance, ihre eigenen Projektideen in Kleingruppen vorzustellen. Die Projektideen wurden dann priorisiert und im Plenum vorgetragen und dort hinsichtlich ihrer Umsetzung diskutiert. 

Die sechs höchstbewerteten Projektideen waren das 365 Euro-Ticket für die Großregion/Groß-Wabe, Regiotram: Ausbau des Schienenverkehrs in Rheinhessen, ÖPNV: bessere Verbindungen in die Städte Mainz und Wiesbaden mit besserer Preisgestaltung, Radschnellwege, die aus allen Ortsteilen in die Stadtmitte führen, Nachhaltige Mobilität in Wohngemeinschaften – mobile Quartierslösungen und Bei jeder Kreuzung und in jeden Kreisel Aufpflasterung für Autos (Bürgersteighöhe). Im Schlusswort wies Prof. Dr. Türk auf die Notwendigkeit und Attraktivität alternativer Formen der Mobilität hin: „In der Zukunft spielt das Auto eine untergeordnete Rolle und die Kombination einspuriger Fahrzeuge mit dem ÖPNV ist entscheidend“.

Auf dem nächsten KlimaDialog, der am 5. Mai stattfinden wird, werden die oben aufgeführten sechs Projektideen vertieft und für die Umsetzung konkretisiert. „Wir wollen mit innovativen Projekten Vorbild für andere Kommunen sein. Dafür brauchen wir die Unterstützung einer Vielzahl von Akteuren, damit eine nachhaltige Mobilität Wirklichkeit wird.“, erklärt die Umweltdezernentin Dr. Döll.

Für weitere Fragen zu der Veranstaltungsreihe KlimaDialog sowie zum städtischen Klimaschutz und zur Klimaanpassung stehen die Klimaschutzmanager Elisa Michel-Karacic telefonisch unter 06132 782 203 oder per E-Mail unter elisa.michel-karacic@ingelheim.de sowie Georg Leufen-Verkoyen telefonisch unter 06132 782 319 und per E-Mail unter georg.leufen-verkoyen@ingelheim zur Verfügung.

Zur Übersicht