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Ein Stapel Tageszeitungen

Abgesagt wegen Corona: Hafenfest, Rotweinfest und „Donnerstags in der City“ entfallen 2020

Die Verantwortlichen der Stadt Ingelheim und der durchführenden Ingelheimer Kultur und Marketing GmbH (IKuM) sagen alle städtischen Fest- und Outdoorveranstaltungen für das Jahr 2020 ab. Hiermit tragen Stadt und IKuM den Auswirkungen und Vorgaben durch die Corona-Pandemie Rechnung.

„Es besteht nach wie vor die Grundhaltung seitens der Stadt Ingelheim, Massenveranstaltungen möglichst zu vermeiden, auch über den derzeit definierten Zeitraum bis zum 31. August mit dem geltenden Verbot für Großveranstaltungen hinaus“, erklärt Bürgermeisterin Eveline Breyer als die für die Stadtfeste zuständige Dezernentin. „Hiermit möchten wir als Stadt eine einheitliche Linie einhalten und vorleben. Ein ,Fahren auf Sicht‘, auf eine Verbesserung der Lage hoffen oder nach hinten verschieben halten wir nicht für sinnvoll. Mir fällt diese Entscheidung wirklich schwer, aber wir haben ausführlich diskutiert und letztlich entscheidet in diesem Punkt Vernunft über Herz.“ Sie ergänzt, dass für die Traditionsfeste Hafenfest und Rotweinfest alternative Veranstaltungsformen angeboten werden sollen. Hier soll der kulturelle Ursprung der Feste im Mittelpunkt stehen.

Beim Hafenfest, das für den 24. bis 26. Juli 2020 geplant war, war die Entscheidung zur Absage eindeutig, da es in den Zeitraum bis Ende August fällt, in dem keine Volksfeste und Jahrmärkte erlaubt sind.

Die Konzertreihe „Donnerstags in der City“ fällt mit vier Terminen im August größtenteils in den genannten Zeitraum und wird daher komplett abgesagt. Es ist keine Alternativveranstaltung online geplant. Alle Bands haben die Zusage erhalten, im nächsten Jahr engagiert zu werden.

Beim Ingelheimer Rotweinfest, das vom 26. September bis 4. Oktober stattfinden sollte, haben die Verantwortlichen sich ebenfalls für die Absage des Festes entschieden. Unter der Annahme, dass die derzeit geltenden Auflagen für Veranstaltungen weiterhin Bestand hätten, wären die Einschnitte bei der Durchführung des Festes hinsichtlich erlaubter Besucherzahl, Abstandsregeln, Hygienevorschriften und Registrierung der Besucher so tiefgehend gewesen, dass man sich gegen ein Rotweinfest unter diesen Bedingungen entschieden hat, die den Charakter des Festes zu sehr verändert hätten.

Einer der wichtigsten Programmpunkte des Rotweinfestes soll dennoch stattfinden: Die Rotweinprobe des Oberbürgermeisters wird in abgewandelter Form durchgeführt werden. Weitere Details hierzu werden zu gegebener Zeit bekanntgegeben.

Die Ingelheimer Rotweinmajestäten 2019/2020 mit Rotweinkönigin Ann-Kathrin I. werden ein weiteres Jahr im Amt bleiben.

Es stehen daneben noch weitere Events im diesjährigen Ingelheimer Festkalender, die von privaten Organisatoren, wie z.B. Kerbevereinen, durchgeführt werden. Die Stadt empfiehlt allen privaten Kerbe- und Festveranstaltern, dieses Jahr ebenfalls ihre Veranstaltungen abzusagen und sich der städtischen Linie anzuschließen.

Gedanken machen sich die Zuständigen noch über die Schausteller und Beschicker von Rotwein- und Hafenfest. „Diese Branche leidet derzeit extrem. Hier überlegen wir derzeit, ob wir eine für alle tragbare Alternative anbieten können“, berichtet Bürgermeisterin Breyer. 

Rotweinfest 2019. Bild: Stadt Ingelheim.
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